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Über MutGefährtinnen

Rückblick: Sommer 2026

 

Einen Tag nach meiner OP verlasse ich das Krankenhaus. Alles ist gut gelaufen – wieder ein Schritt geschafft.

 

Auf dem Weg zum Aufzug schweift mein Blick durch den Wartebereich. Und plötzlich sehe ich ein bekanntes Gesicht.

Die Freundin einer Freundin und ihr Mann. Wir sehen uns zwar nicht oft, kennen uns aber schon seit der Schulzeit.

Für einen Moment bin ich irritiert. Mein Kopf sucht sofort nach einer Erklärung: Zufall. Sie besuchen bestimmt jemanden auf der Wochenbettstation nebenan. Sicher nicht das Brustzentrum.

 

Ihr Blick sagt etwas anderes.

Ihr Arzt hat einen Verdacht und sie zur weiteren Abklärung hierher geschickt.

Meine gute Laune ist verschwunden. Auf dem Weg nach Hause rattert mein Kopf.

Ein paar Tage später bestätigt sich der Verdacht leider.

 

Und plötzlich sind auch meine eigenen Erinnerungen wieder ganz präsent: Welche Fragen und Ängste hatte ich damals? Was hätte mir geholfen? Wo habe ich Informationen und Unterstützung gefunden?

Vor allem aber frage ich mich: Wie kann ich ihr durch meine eigenen Erfahrungen vielleicht die eine oder andere Angst nehmen?

 

Natürlich hatte auch ich nach meiner Diagnose viel recherchiert. Dabei habe ich einige gute Informationen und Angebote gefunden, aber es war aufwendig, alles zusammenzusuchen. Manches fand ich auch nur offline – zum Beispiel über das schwarze Brett im Krankenhaus.

 

Und irgendwann kam die Frage:

Gibt es denn keine Seite, auf der ich einfach eine Übersicht über Veranstaltungen und Angebote in meiner Nähe finde?

Eines Abends im Bett festigte sich dann die Idee.

 

Ich stand wieder auf, holte den großen Mal- und Bastelblock meiner Kinder und begann, meine Gedanken darauf zu kritzeln. Noch völlig ungeordnet – aber plötzlich war da dieses Gefühl: Vielleicht könnte daraus wirklich etwas entstehen.

Und gleichzeitig dachte ich: So etwas muss es doch schon geben?!

 

Ich habe gesucht. Und bisher nichts gefunden, das genau das zusammenbringt, was ich mir gewünscht hätte.

Natürlich habe ich auch heute noch die Sorge, dass ich mit dieser Idee vielleicht am Bedarf vorbeiplane.

Dass niemand die MutGefährtinnen braucht. Aber was, wenn doch?

 

Wenn diese Seite auch nur einer Handvoll Frauen hilft, schneller die passende Unterstützung zu finden, sich weniger allein zu fühlen oder einfach zu wissen, wo sie Hilfe finden können, dann hat es sich für mich schon gelohnt.

 

Aktuell liegt der Schwerpunkt der MutGefährtinnen auf Hamburg und Umgebung. Ich würde mich aber sehr freuen, nach und nach auch Angebote aus anderen Städten und Regionen aufnehmen zu können und daraus ein immer größeres Netzwerk entstehen zu lassen.

 

Wenn du ein Angebot kennst, das hier noch fehlt, eine Idee hast oder etwas beitragen möchtest,

melde dich sehr gerne bei mir.

 

Danke, dass du hier bist.

 

Deine Nadine

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Unsere Mission

Meine Vision

Ich möchte eine Gemeinschaft schaffen, in der aus Betroffenen MutGefährtinnen werden – Frauen, die sich finden, Erfahrungen teilen, einander stärken und füreinander da sind.

 

Eine Gemeinschaft, in der jede Frau Orientierung, Austausch und Unterstützung findet und selbst entscheiden kann, was sie auf ihrem individuellen Weg gerade braucht.

 

Meine Vision ist: Verbundenheit statt Alleinsein, Orientierung statt Überforderung und Mut für jeden Schritt, der vor ihr liegt.

Kontakt

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